Fachtagung 2008

„Zum Sex gezwungen – und dann …?! Wer hilft den Opfern von Frauenhandel?“

Ort: Würzburg, Datum: 6. März 2008

Aus der Einladung zur Fachtagung

Prof. Ursula Männle, MDL, Staatsministerin a. D., ist stellvertretende Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung „Zum Sex gezwungen – und dann …?! Wer hilft den Opfern von Frauenhandel?“ Muss man sich bei Menschenhandel und Zwangsprostitution diese Frage wirklich stellen? Leider ja! Denn allzu oft treten hinter dem grausamen Vorgehen der Täter, hinter der komplizierten Strafverfolgung und hinter den Prozessen die kurz- und langfristigen Folgen für die Opfer in den Hintergrund. Die erlebten psychischen und physischen Grausamkeiten hinterlassen tiefe Spuren bei den Opfern, die sich auf ihr gesamtes weiteres Leben auswirken.

Vom Traum zum Traumata - Lauras Geschichte: Gespräch eines ehemaligen Opfers von Frauenhandel (links) mit ihrem Therapeuten Dr. Björn Nolting (rechts) von der LWL-Klinik Dortmund und Inge Bell, Journalistin. Dazu tauchen viele Fragen auf: Welche Faktoren bewirken eine Traumatisierung? Welche Auswirkungen hat die Traumatisierung sowohl für das weitere tägliche Leben der Frauen, als auch auf ihre Aussagefähigkeit im Prozess? Welche Hilfen müssen ihnen angeboten werden, um das Erlebte zu verarbeiten? Und: Welche – auch finanziellen – Lücken sind noch zu füllen, um eine optimale Betreuung der Opfer zu gewährleisten? In gleichem Maß, wie man sich der Bestrafung der Täter widmet, muss auch für die Opfer Sorge getragen werden.

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