„Frauenhandel bekämpfen: Erfahrungen und Projekte aus Osteuropa“

Hunderttausende Mädchen und junge Frauen werden jährlich Opfer einer gigantischen Sexindustrie: skrupellose Menschenhändler kidnappen sie oder ködern sie mit falschen Jobversprechungen. Das wirtschaftliche Elend, die häufig prekäre familiäre Situation und die Perspektivlosigkeit vieler Frauen aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa sind dabei oft ein gefährlicher Nährboden für die falschen Verheißungen der Loverboys und der Menschenhändler. So werden sie umgarnt mit Liebesschwüren oder es werden vermeintliche Stellen im Westen als Zimmermädchen, Bedienung oder Tänzerin mit gute  Gehalt versprochen. Doch der Traum vom guten Leben entpuppt sich meist schnell als Albtraum der Zwangsprostitution. Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989, aber auch mit der EU-Osterweiterung, hat der Frauenhandel aus diesen Ländern noch zugenommen. Durch die offenen Grenzen sind auch für die Menschenhändler die Zielregionen im reicheren Westen viel leichter zu erreichen.

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Sexuelle Gewalt in bewaffneten Konflikten

Podiumsdiskussion der Hanns-Seidel-Stiftung

Bosnien, Ruanda, Kongo oder Syrien – Sexuelle Gewalt stellt in bewaffneten Konflikten leider eine Alltäglichkeit dar, die nur in den seltensten Fällen geahndet wird. Schlimmer noch: Sexuelle Gewalt wird oftmals gezielt als Kriegswaffe eingesetzt, die neben den individuellen Traumata der Opfer schwerwiegende soziokulturelle Konsequenzen nach sich zieht und somit sowohl Konfliktbefriedung als auch langfristige Stabilisierungsansätze negativ beeinflusst.

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Menschenhandel – moderne Sklaverei in Europa

Erschütternde Bilder sind es, wenn Zeitungen oder Fernsehen Formen moderner Sklaverei zeigen. Aber: Sklaverei im 21. Jahrhundert, inmitten einer Welt, in der die Menschenrechte selbstverständlich gelten und jederzeit eingeklagt werden können? Wie leider gar nicht so selten klaffen Anspruch und Wirklichkeit, wenn es um das Thema „Menschenhandel“ geht, weit auseinander.

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Jährliche Vollversammlung des Aktionsbündnisses

Bei der jährlichen Vollversammlung des Aktionsbündnisses gegen Frauenhandel am 26. April in München stand in diesem Jahr das Gesetz zur Verbesserung der Bekämpfung des Menschenhandels im Mittelpunkt. Dirk Dombrowski, Staatsanwalt als Gruppenleiter bei der Staatsanwaltschaft München, referierte über die Vor- und Nachteile der jüngsten Gesetzesänderungen aus Sicht der Strafverfolgungsbehörden. Darüber hinaus berichteten die Beteiligten aus den unterschiedlichen Verbänden und Gruppierungen über die aktuellen Schwerpunkte ihrer Arbeit. Ein wichtiger Termin, der bekannt gegeben wurde, war auch die kommende Fachtagung des Aktionsbündnisses gegen Frauenhandel in Kooperation mit Renovabis und der Hanns-Seidel-Stiftung am 17. Oktober 2017 in München. In diesem Jahr stehen dabei vor allem die Herkunftsländer, der häufig von Zwangsprostitution betroffenen Frauen, im Osten Europas im Blickpunkt.

„Aktionsbündnis gegen Frauenhandel“

Im „Aktionsbündnis gegen Frauenhandel“ haben sich Vertreterinnen und Vertreter von rund 20 Organisationen und Verbänden aus dem bayerischen Raum, vorwiegend aus dem kirchlichen Bereich, informell zusammengeschlossen, um gemeinsam – jeweils in Rückbindung an die Arbeit des eigenen Verbandes – weiter an diesem konkreten Thema zu arbeiten. Von 2000 bis 2015 hat das Aktionsbündnis bereits über zehn Fachtagungen organisiert.

Fachtagungen 2000–2018

Dokumente zum Herunterladen

Hier können Sie u.a. den Flyer des Aktionsbündnisses sowie die Dokumentation „10 Jahre Aktionsbündnis gegen Frauenhandel“ als PDF herunterladen.
Außerdem bieten wir ausgewählte Beiträge der vergangenen Fachtagungen zum Download an. Die Beiträge können Sie auch im Volltext lesen.