08. März 2011

100 Jahre Internationaler Frauentag

Vor 100 wurde zum ersten Mal der Internationale Frauentag gefeiert. Vorgeschlagen hatte ihn die deutsche Sozialistin Clara Zetkin 1910 auf der II. Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen. Die zentrale politische Forderung dieses ersten Internationalen Frauentages 1911 war das aktive und passive Wahlrecht für Frauen. Heute ist der Internationale Frauentag ein weltweit etablierter Gedenk- und Aktionstag, der in weit mehr als 150 Staaten der Erde begangen wird.

In den ehemals sozialistischen Staaten Mittel- und Osteuropas werden an diesem Tag aber nicht primär Themen der Frauen- und Gleichstellungspolitik öffentlich diskutiert. Vielmehr hat dort der Internationale Frauentag den Charakter eines allgemeinen Familien- bzw. Muttertags: Traditionell werden rote Nelken verschenkt, in Russland ist der 8. März sogar ein arbeitsfreier Feiertag. Auf das sozialistische Erbe ist auch zurückzuführen, dass es im Osten keine Emanzipationsbewegungen wie im Westen gegeben hat: Denn Frauen waren in Osteuropa in der Regel berufstätig, die Kinder in Horten und Krippen untergebracht. Auch heute arbeiten in Osteuropa mehr Frauen in Führungspositionen als in Westeuropa. Dennoch hat sich im Osten ein traditionelles Rollenverständnis gehalten: Dort sind Frauen neben dem Beruf für Haushalt und Kinderbetreuung zuständig, während Männer sich kaum aktiv beteiligen.

Doku 10 Jahre Aktionsbündnis gegen Frauenhandel

Zum 10-jährigen Bestehen des Aktionsbündnisses ist eine Publikation entstanden, die die Entwicklung des Aktionsbündnisses und die Themenschwerpunkte der vergangenen Jahre dokumentiert. Sie finden darin u.a. Tagungsbeiträge und Informationen über Referenten und Mitglieder.