Fachtagung 2005

„Moderner Sklavenhandel – mitten unter uns“

Ort: Nürnberg, Datum: 8. März 2006

Aus der Einladung zur Fachtagung

Die Arbeitsmigration von Frauen aus Osteuropa, die aus wirtschaftlichen, politischen, sozialen, familiären oder persönlichen Motiven in die Länder des „Mythos Westeuropa“ kommen, hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Allein aus den Staaten Süd- und Osteuropas gelangen nach Schätzungen der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) und des UNHCR (United Nations High Commissioner for Refugees) pro Jahr 120.000 Frauen und Kinder in die Europäische Union. Die EUKommission geht sogar von weit mehr betroffenen Personen aus. Sie schätzt, dass 500.000 Frauen und Kinder jährlich in die EUMitgliedsstaaten gelangen und dort ausgebeutet werden. Als Prostituierte, Beschäftigte in Gastronomie und Haushalten, als Kindermädchen und Altenpflegerinnen werden diese Frauen und jungen Mädchen oft unter zwangsarbeitsähnlichen Bedingungen bis hin zu erzwungener Prostitution ausgebeutet. Ihr oft unklarer bis illegaler Aufenthaltsstatus liefert die Frauen der Willkür von Frauenhändlern, Arbeitgebern, Hausherren und Bordellbetreibern aus.

„Aktionsbündnis gegen Frauenhandel

Im „Aktionsbündnis gegen Frauenhandel“ haben sich Vertreterinnen und Vertreter von rund 20 Organisationen und Verbänden aus dem bayerischen Raum, vorwiegend aus dem kirchlichen Bereich, informell zusammengeschlossen, um gemeinsam - jeweils in Rückbindung an die Arbeit des eigenen Verbandes - weiter an diesem konkreten Thema zu arbeiten. Von 2000 bis 2011 hat das Aktionsbündis zehn Fachtagungen organisiert.

Dokumente zum Herunterladen

Hier können Sie u.a. den Flyer des Aktionsbündnisses sowie die Dokumentation „10 Jahre Aktionsbündnis gegen Frauenhandel“ als PDF herunterladen.
Außerdem bieten wir ausgewählte Beiträge der vergangenen Fachtagungen zum Download an. Die Beiträge können Sie auch im Volltext lesen.