Fachtagung 2004

„Stopp dem Frauenhandel! Brennpunkt Osteuropa

Ort: München, Datum: 8. März 2004

Aus der Einladung zur Fachtagung

Hunderttausende Mädchen und junge Frauen werden jährlich zu Opfern einer gigantischen Sexindustrie: Skrupellose Menschenhändler kidnappen oder ködern sie mit falschen Jobversprechungen. Sie verkaufen sie weiter wie Sklavinnen. Schlepper bringen sie illegal über Grenzen und Zuhälter zwingen sie in die Prostitution. Das Geschäft mit Frauen und Mädchen ist lukrativer als Drogenhandel, die „Ware“ viel unauffälliger und leicht zu beschaffen, denn das wirtschaftliche Elend, die familiäre Not und die Perspektivlosigkeit der Frauen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa sind idealer Nährboden für die falschen Versprechungen der Menschenhändler. Die Mädchen und jungen Frauen kommen vor allem aus Ländern, wo die Armut besonders groß ist, aus Moldawien, der Ukraine, Weißrussland, Rumänien, Bulgarien, Albanien und den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien. Eindeutige Zielregion ist der reiche Westen. Verkaufte Osteuropäerinnen lassen mittlerweile ihre Schicksalsgenossinnen aus Afrika, Südamerika und Asien zahlenmäßig weit hinter sich.

„Aktionsbündnis gegen Frauenhandel

Im „Aktionsbündnis gegen Frauenhandel“ haben sich Vertreterinnen und Vertreter von rund 20 Organisationen und Verbänden aus dem bayerischen Raum, vorwiegend aus dem kirchlichen Bereich, informell zusammengeschlossen, um gemeinsam - jeweils in Rückbindung an die Arbeit des eigenen Verbandes - weiter an diesem konkreten Thema zu arbeiten. Von 2000 bis 2011 hat das Aktionsbündis zehn Fachtagungen organisiert.

Dokumente zum Herunterladen

Hier können Sie u.a. den Flyer des Aktionsbündnisses sowie die Dokumentation „10 Jahre Aktionsbündnis gegen Frauenhandel“ als PDF herunterladen.
Außerdem bieten wir ausgewählte Beiträge der vergangenen Fachtagungen zum Download an. Die Beiträge können Sie auch im Volltext lesen.